Kaschmirwolle gehört mit zu den begehrtesten Naturfasern im Textilbereich. Das wertvolle Haar dazu liefern die im Himalaya heimischen Ziegenrassen . Das feine, wollige Flaumhaar wird hauptsächlich in den tieferen Fellschichten gebildet. Es ist glänzender, länger und glatter, als das von Schafen. Diese Haarqualität ist notwendig, um den Tieren einen ausreichenden Schutz vor sehr tiefen Temperaturen zu bieten. Kaschmirziegen können so Außentemperaturen von
-50 °C überdauern. Erst Ende des 18ten Jahrhunderts wurden Gewebe aus diesem wunderbaren Material in Nordeuropa bekannt. Herkunftsländer sind die Anrainerstaaten des Himalaya: Mongolei, China (Tibet), Pakistan, Afghanistan und der Iran. Die feine Wolle wird einmal im Jahr, im Frühling, durch Abbürsten gesammelt. Ca. 150 g können so pro Tier gewonnen werden. Das bedeutet, daß für einen Pullover die Wolle von etwa 4 Tieren notwendig ist. Kleidungsstücke aus Kaschmirwolle zeichnen sich besonders durch ihre flauschige Leichtigkeit und damit durch angenehme Wärme aus bei gleichzeitiger Formstabilität und Hautsympathie.Das heißt, dass man ohne zu übertreiben behaupten kann, daß es nicht viele Wollarten gibt, die der Kaschmirwolle ebenbürtig sind.